Neusiedl / Uiheiu
von Dr. Franz Metz
Die katholische Kirchengemeinde Neusiedl ist relativ jung, sie wurde erst 1844 gegründet. Am Anfang wurde nur ein kleines Bethaus im Schulgebäude eingerichtet, im Jahre 1931 wurde die jetzige Kirche erbaut.
Im Jahre 1869 bekam das alte Bethaus in Neusiedl von Diözesanbischof Alexander Bonnaz eine kleine Orgel, welche vorher in der Kirche von Albrechtsflor (Kleintermin) stand. Die Gemeinde in Albrechtsflor bekam dafür vom Bischof ein neues Instrument um 1.000 Forint. Die Orgel in Neusiedl wurde im Sommer des Jahres 1894 um 65 Forint vom Temeswarer Orgelbauer Carl Leopold Wegenstein gestimmt und hergerichtet. Die Kosten dafür kamen auf dem Weg allgemeiner Beiträge zusammen.
Diese Orgel hat eine kurze Oktave, eine neue Klaviatur (von Wegenstein eingebaut) und einen neuen Prospekt. Die beiden Keilbälge werden mit zwei Lederriemen zum Ziehen bedient. Das Gehäuse war früher grün und mit vergoldeten Ornamenten versehen. Die Ornamente im Prospekt sind heute teilweise nicht mehr original.
Disposition:
Manual C-d 3
Gedeckt 8´ (aus Holz)
Gedeckt 4´ (aus Holz, letzten 12 Pfeifen aus Metall)
Principal 2´ (davon 27 Pfeifen im Prospekt)
Quinte 1 1/3´ (teilweise auch im Prospekt, rep. auf c2 in 2 2/3´)
Oktave 1´ (repetiert auf c2 in 2´)
BILDDOKUMENTATION
Neusiedl: Dorfgasse nach der Auswanderung der Banater Schwaben
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Neusiedl: Katholische Kirche
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Prospekt der Orgel
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Ornamentik im Prospekt
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Orgel mit Ziehriemen
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Orgel von der Spielerseite aus gesehen
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Registerzüge
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Pfeifenwerk
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Keilbälge
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Copyright © Dr. Franz Metz, München 2008
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